14. Dezember 2017

Virtueller Rundgang


Mechanische Reinigung:
  • Regen- und Schmutzwasser erreichen die Kläranlage
     

  • In der ersten mechanischen Reinigungsstufe werden mit einer Feinrechenanlage und einem Rundsandfang Feststoffe und sandförmige Stoffe abgeschieden
 

  • Danach fließen die Abwässer in einen Öl- und Fettabschneider. In den Vorklärbecken wird die mechanische Reinigung mit den Absetzen von Feststoffen abgeschlossen

Biologische Reinigung:

  • Microorganismen nehmen in den Belebungsbecken unter Sauerstoffzufuhr Verunreinigungen als Nährstoffe auf
     

  • Dazu wird mittels leistungsfähiger Kompressoren Luft in die Belebungsbecken eingeblasen
     

  • In den Nachklärbecken wird der sog. Belebtschlamm durch einen Absetzvorgang vom behandelten Abwasser getrennt. Der klare Überstand ist damit gereinigt und kann in die Ybbs abgeleitet werden    

Klärschlamm:



  • der überschüssige Belebtschlamm wird eingedickt und gemeinsam mit dem Primärschlamm aus den Vorklärbecken und übernommen Fremdschlämmen und Co-Subtraten in die Faultürme geleitet.
  • In den Faultürmen wird diese Schlammgemisch ohne Sauerstoff bei 37° C ausgefault.
     

  • Methanbildende Bakterien zersetzen den Schlamm und produzieren Methangas (>> siehe Energie)
  • Dieses Methan wird in einem Blockheizkraftwerk zur Strom- und Wärmeproduktion verwendet
     
  • Der eingedickte Schlamm aus den Faultürmen wird in der Schlammpresse zu lagerfähigem Schlammgranulat,
  • welches in der Landwirtschaft als Dünger verwendet wird (Wiedereinbringung des begrenzten Phosphors in den Naturkreislauf!)
     

  • Reinigungsanlage für Schotter und Kies aus der Straßenkehrung

Überwachung:

Vorwiegend in innerstädtischen und somit dicht verbauten Gebieten wird Schmutz- und Oberflächenwasser zumeist in einem Rohrstrang, der sogenannten Misch­wasserkanalisation abgeleitet. Bei dieser Form der Abwasserentsorgung sind für die Aufnahme der Niederschlagswässer, vor allem aus Straßen und befestigten Flächen, mitunter auch Dachwässer, wenn kein sickerfähiger Boden vorhanden ist, große Rohrquerschnitte und in bestehenden Abständen auch Entlastungsbauwerke, sogenannte Regenabscheider mit nachgeschalteten Regenklärbecken, erforderlich.

In ländlich strukturierten Entsorgungsgebieten wird im Allgemeinen, wenn ent­sprechende Vorfluter (Fließgewässer) im Nahbereich vorhanden sind, eine Trenn­kanalisation errichtet. Ein Rohrstrang, der in der Folge bis zum nächsten Haupt­sammelkanal führt, übernimmt die Schmutzwässer, die dann bis zur Kläranlage geleitet werden. In den 2. Rohrkanalstrang werden die Oberflächenwässer eingeleitet und bis zum nächstgelegenen Vorfluter (Fließgewässer) geführt.
  • In der Zentrale werden alle Vorgänge in der Kläranlage computergesteuert überwacht und protokolliert sowie täglich Proben von Abwasser und geklärtem Wasser entnommen