17. Oktober 2017

Entwicklung des Verbandes


1976 Nach Diskussion verschiedener Kläranlagenstandorte im Bereich Amstetten wurde im März eine Studie durch das Amt der NÖ Landesregierung für die Gemeinden Amstetten, Oed-Öhling und Winklarn vorgestellt. Nach eingehender Prüfung und Begutachtung erfolgte die Konstituierung des Gemeindeabwasserverbandes Amstetten am 28. Dezember für diese 3 Gemeinden.

1977 Der Beitritt der Marktgemeinde Aschbach zum Gemeindeabwasserverband Amstetten erfolgte nach entsprechender Beratung durch das Amt der NÖ Landesregierung mit Beschluss des do. Gemeinderates vom 16. Dezember.

1979 Die Marktgemeinde Allhartsberg fasste in der Sitzung des Gemeinderates am 2. Mai den einstimmi-gen Beschluss, ebenfalls zur Entsorgung und Reinigung der Abwässer aus dem Ortsteil Kröllendorf und aus dem Betrieb der Ybbstaler Obstverwertung dem Gemeindeabwasserverband Amstetten bei-zutreten. Nach Festlegung des Verbandseinzugsbereiches wurde die Projektierung und Planung der ge-samten Verbandskanalisation und der Kläranlage mit dem Standort in der Doislau im Gemeindegebiet Amstetten durch die Kanzleigemeinschaft für Wasserbau, Dipl.-Ing. Kurt Hauer und Dipl.-Ing. Franz Mader, Amstetten, im Auftrag des GAV vorgenommen.

1980 Mit Bescheid des Amtes der NÖ Landesregierung erfolgte die Genehmigung der Satzungen des Gemeindeabwasserverbandes Amstetten und die wasserrechtliche Bewilligung für die Errichtung und den Betrieb der Verbandskanalisation sowie der Kläranlage für 70.000 EGW.
Auch mit den Bauarbeiten für die Verlegung der Verbandssammler wurde begonnen.

1982 Baubeginn für die Errichtung der Verbandskläranlage in der Doislau im Juli.

1985 Im Laufe dieses Jahres erfolgte die Fertigstellung der Bauarbeiten und der maschinellen Ausrüstung für die biologische Kläranlage. Am 25. November wurde der Probebetrieb aufgenommen.

1986 Nach Gesamtfertigstellung der Kläranlage war ab November der Vollbetrieb der biologischen Kläranlage gegeben.

1987 Ab Mai können Klärwärter ihr Praktikum auf dieser Kläranlage absolvieren, da ab diesem Zeitpunkt der Status einer Lehrkläranlage seitens des Österreichischen Wasser-Wirtschaftsverbandes (ÖWWV) eingeräumt wurde.

1988 Bis Mitte des Jahres waren sämtliche abwasserintensiven Betriebe und die Mitgliedsgemeinden im Einzugsbereich der Verbandskanalisation an der Zentralkläranlage angeschlossen. Damit war die Auslastung der 1. Ausbaustufe der Kläranlage mit 70.000 EGW gegeben.

1991 Durch Belastungsüberschreitungen, die im Wesentlichen durch die im Grundkonzept nicht vorgesehene Einleitung der Papierfabriksabwässer der Neusiedler AG gegeben war, musste eine 2. Ausbaustufe geplant werden. Auch die maßgebliche Anpassung an den Stand der Technik, verursacht durch die Wasserrechtsnovelle, wurde dabei mitbehandelt. Unter Berücksichtigung des vorhandenen Abwasseranfalles und der zukünftigen Erwartungen wurde die Ausbaugröße auf 120.000 EGW festgesetzt. Das Konzept umfasste eine einstufige Belebungsan-lage mit Denitrifikation, Schlammfaulung und -entwässerung.

1993 Aufnahme der Gemeinden Viehdorf, Sonntagberg und Kematen / Ybbs in den Gemeindeabwasserverband Amstetten.

1994 Beginn der Arbeiten an der Kläranlagenerweiterung, die im Wesentlichen das Regenstapelbecken, die Verbesserung der Grobreinigung sowie Erweiterung der Belebungs- und Nachklärbecken umfasst.

1997 Abschluss der Erweiterungsarbeiten für 120.000 EGW sowie Herstellungsarbeiten am Verbandsan-schlusssammler Viehdorf und Beginn der Arbeiten am Verbandssammler Kematen – Sonntagberg.

1999 Wasserrechtliche Bewilligung zur Erweiterung der biologischen Kläranlage auf 130.000 EGW, Inbetriebnahme der Kanalräumgutübernahmestation

2000 Aufnahme der Gemeinde Neuhofen an der Ybbs in den Gemeindeabwasserverband Amstetten Fertigstellung und Inbetriebnahme des Verbandssammlers Kematen-Sonntagberg

2001 Anschluss von Oed durch Errichtung des Verbandssammlers Oed und spätere Übernahme des Sammlers in das Eigentum des Gemeindeabwasserverband Amstetten, Inbetriebnahme der Regenüberlaufbecken Mercedes und Greinsfurth

2002 Fertigstellung und Inbetriebnahme der neuen Schlammpresse und der Schlammlagerhalle

2003 Funkfernwirkanlage für sämtliche (ca. 125) Außenstationen im Kanalnetz, Wasserrechtliche Bewilligung zur Erweiterung der Kläranlage auf 150.000 EGW

2005 Fertigstellung und Inbetriebnahme des Verbandsanschlusssammlers Neuhofen an der Ybbs, Fertigstellung und Inbetriebnahme des neuen Gebläsehauses inkl. Steuerungskonzept mit Energieoptimierung und neuer Gasverwertung

2006 Aufnahme der Gemeinde Biberbach in den Gemeindeabwasserverband Amstetten

2007 Aufnahme der Gemeinde Euratsfeld in den Gemeindeabwasserverband Amstetten

2008 Fertigstellung und Inbetriebnahme des Verbandsanschlusssammlers für Biberbach Süd,
   
2009 Anschluss der Marktgemeinde Euratsfeld an die Kläranlage des GAV Amstetten

2010 Errichtung und Inbetriebnahme des 3. Faulturmes auf der Kläranlage mit einem Fassungsvermögen von 3.600 m³

2011 Sanierung und Erweiterung des Verwaltungsgebäudes auf der Kläranlage. Erweiterung der Faulgasverwertung durch ein drittes Blockheizkraftwerk auf eine Gesamtleistung von 480 kW elektrisch – Energie-Autarkie ist damit erreicht!